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Warum zur Hölle will man nach Nepal!?

 

 

 

 

"War Nepal nicht diese Stadt in Italien?"

 

"Hat der König von Nepal nicht seiner Bevölkerung die Handys verboten? Oder war das in Tibet? Oder doch Bhutan?"

 

"Ja cool, was machst du denn da? Badeurlaub?"

 

"Kommt man da überhaupt rein?"

 

"Boah, da muss es doch unendlich kalt sein!"

 

"Nepal ist wie Indien, nur dass da keiner Englisch spricht"

 

"Eine Freundin meiner Schwester war mal da, die kannst du gerne kontaktieren wenn du Fragen hast"

 

"Du wirst enttäuscht wieder zurückkommen"




So und ähnlich waren die Reaktionen als ich erzählt habe, dass ich alleine nach Nepal reisen will.

Natürlich habe ich auch  viele nützliche Ratschläge und vor allem positive und Reaktionen auf mein Vorhaben bekommen. Natürlich wissen auch die meisten, wo das Land liegt und dass es recht bergig ist. 

Und ja, mir ist auch bewusst, dass Nepal unter Reiselustigen längst kein Geheimptipp mehr ist. 

 

Dennoch habe ich vor allem ungläubige Blicke bekommen und die Frage warum es denn ausgerechnet Nepal sein soll.

 

Es ist nunmal ein recht ausgefallenes Ziel für die erste große Reise.

 

 

Weder bin ich ein Yogi, noch Hippie, drogenabhängig, gehe jedes Wochenende wandern und habe noch nie meditiert. 

Ich bin eigentlich ziemlich normal.

 

 

 

 

Und warum will man dann bitte nach Nepal!?

Um ehrlich zu sein wollte ich als begeisterte Skifahrerin ganz einfach in die Berge. Etwas exotischer als die Alpen sollte es schon sein, nicht allzu teuer und für ein blondes, weibliches Wesen auch nicht allzu gefährlich. 

 

Da war Nepal für mich die erstbeste Wahl, zumal der Himalaya mich schon immer fasziniert hat und von jeder, der schonmal da war von der Gastfreundlichkeit dort geschwärmt hat.

 

Außerdem gibt es dort Yaks und den Everest.

Mensch Kind, hast du denn keine Angst?

 

Doch klar. 

Angst ist mit dabei und ich bin nicht psychopathisch veranlagt.

 

Ich hatte Angst, mich irgendwo im tiefsten Himalaya zu verlaufen, dass es mir nicht gefällt, einen Kulturschock zu bekommen, krank zu werden, gekidnappt, vergewaltigt oder ausgeraubt zu werden, irgendwas wichtiges zu verlieren, pleite zu gehen, keine Unterkunft zu finden, dass mein englisch zu schlecht ist und dass das Essen zu scharf ist.

 

 

Aber im Endeffekt findet man überall Menschen, die gerne helfen. Scharfes Essen gibt es nur selten (das überlebt man wahrscheinlich) und das Englisch kann in Nepal garnicht zu schlecht sein.

 

Die Alternativen zum Reisen waren für mich entweder studieren oder arbeiten. Und das wollte ich beides nicht. Also war für mich klar dass es nach Nepal geht und Angst sollte mich da nicht abhalten. 

 

 

Ich habe noch nie von jemandem gehört, der eine Reise bereut hat, also wird es in Nepal wohl auch gut werden, habe ich mir gedacht. Und wenn doch, dann weiß ich, dass das Reisen nix für mich ist.

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Kommentare: 1
  • #1

    Ricarda (Mittwoch, 16 Mai 2018 17:40)

    Tolle Artikelreihe. Ich war 2016 auch in Nepal und war eine unglaubliche Erfahrung :-)